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Römische Schmiede

Präsentation einer römischen Schmiede im Zuge experimenteller Archäologie.

Meine Schmiede ist eine Rekonstruktion aus verschiedenen Teilen des römischen Reiches. Da ich einen Auxiliarschmied des 1.Jhs.n.Chr. präsentiere, ist es auch legitim germanische Elemente einzufügen.

Gezeigt und erklärt wird die Herstellung von Alltagsgegenständen wie:

  1. Werkzeug (Zangen, Feilen, Hämmer, Sägen, Bohrer, Feuerzeug, Äxte etc.)
  2. Waffen (Messer, Dolche, Schwerter, Lanzen etc.)
  3. Kisten und Truhen, aber auch römische Schlösser inklusive der Schlüssel
  4. Haken zum Aufhängen verschiedener Objekte sowie Nägel und Zeltheringe
  5. Die Herstellung von Damaststahl

Ein römischer Legionär ist schön anzusehen, aber wie wurde seine Ausrüstung hergestellt? Wie arbeitete und lebte ein Schmied? Auf den Veranstaltungen stellen die Besucher regelmäßig die selben Fragen. Daher habe ich immer fertige Rekonstruktionen dabei, damit die Besucher sehen können, wie die verschiedenen Objekte entstanden sind und wie sie funktionieren.
Hier einige von den Besuchern gestellte Fragen, z.B.:

Konnte man eine Truhe wirklich abschließen und wie funktioniert das?
Hier erkläre ich z.B. das Schloss und zeige die Funktion.

Kannten die Römer Stahl?
Dabei erkläre ich die Herstellung des Stahles zur damaligen Zeit.

Waren die Eisenfeilen gut?
Hier können die Besucher die Feilen eigenständig ausprobieren, um sich eine Meinung zu bilden.

Es kommen aber immer neue Fragen auf, die ich versuche, umgehend zu beantworten und anhand von Beispielen zu zeigen.

So war auf einer Veranstaltung in Schwarzenacker 2009 die Frage aufgekommen, wie ein Überfangguss (Bronze über Eisen gießen; dies wurde sehr viel bei Schlüsseln verwendet) funktioniert. Daraufhin haben Frank Wiesenberg und ich im Feldversuch diese Arbeit nachgestellt und ein sehr gutes Resultat erzielt.

Das Interesse der Besucher und deren Fragen geben mir den Ansporn, alle möglichen Gegenstände nachzubauen und mir selbst die Frage zu stellen, wie man das zur damaligen Zeit machte. Daher wächst meine Ausrüstung und Erfahrung mit jedem Tag, was sich für die Veranstaltungen positiv auswirkt. Dies geht so weit, dass ich ältere Replikate umgehend ersetze, wenn sie nicht genau dem Original entsprechen oder sich die wissenschaftlichen Erkenntnisse ändern.

Meine persönliche Ausrüstung ist ebenfalls nach Funden rekonstruiert, um das Erscheinungsbild abzurunden und dem Besucher ein möglichst reales Bild zu vermitteln!